Warum entwickeln Kinder Verhaltensstörungen? 

Die Betroffenen werden mit Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörungen geboren - bewußt wahrgenommen wird diese Störung ev. in der Familie während der ersten 3 Lebenjahre, längstens jedoch im Kindergarten bzw in der Volksschulzeit.

Die typischen Alarmzeichen sind:

Das Kind kann und will sich nicht von der Bezugsperson (zumeist der Mutter) trennen

Das Kind will kaum Kontakte mit anderen - zB gleichaltrigen Kindern - aufnehmen

Das betroffene Kind will seelisch und körperlich den anderen bewußt verletzten

 Das betroffene Kind erkennt Erwachsene nicht als Autorität an und widersetzt sich bewußt allen Regeln

Die betroffenen Kinder werden zu chronischen Gruppenstörern und werden daher oft sogar ausgegliedert

Hohe Erwartungen an das Kind (der Zeitdruck durch die Eltern und Gesellschaft) und die Reizüberflutete Kindheit fördert die Verhaltsauffälligkeiten.

Wahrnehmungsgestörte Betroffene sind unbehandelt verhaltensgestörte Betroffene.

Heilbar sind die Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörungen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, aber die Betroffenen können sich mit der Erkrankung arrangieren.

Die Betroffenen sind Außenseiter im Kindergarten, in der Schule, im Sportverein, in der Gesellschaft. Die Umgebung hält diese Kinder für ungezogen, agressiv, störend und hyperaktiv. "Verhaltensgestört" lautet das vorschnelle Urteil. Die Betroffenen stehen im sozialen Abseits, weil Ihnen ihre Wahrnehmungstörungen nicht bewußt sind und von Ärzten und Angehörigen selten erkannt wird.

 Die Wahrnehmungsstörungen sowie das fehlerhafte verarbeiten von erhaltenen Informationen macht die Betroffenen selbst todunglücklich, sehr zornig und wütend - zB weil die Betroffenen die Erwartungem spüren, aber gleichzeitig fühlen die Betroffenen, das Sie dem Erwarteten nicht zustande bringen.

In gewissen Situationen spüren die Betroffenen sich selbst nicht mehr. Sie nehmen zB nicht wahr, das Sie den begehrten Buntstift (die begehrte Oma) zu fest drücken.

Haben auch Sie ein Kind zu Hause, das immer wieder völlig grundlos andere Kinder stört? Oder das einen Wutanfall bekommt, wenn das versprochene Programm verschoben werden muss? Ist ihr Kind ein Kind, das sogar beim Austeilen von Zärtlichkeiten grob ist - oder das einerseits bettelt, einmal so fest es geht gedrückt zu werden, ein anders mal aber brüllt, als würden ihm gerade große Schmerzen zugefügt werden?

Schmeißt auch Ihr Kind im Zorn scheinbar wahllos Gegenstände durch die Gegend und will es sehr selten zuhören? Ist Ihr Kind ein Kind, über dass viel Mitmenschen die Kopf schütteln und meinen, es wäre unerzogen?

Je älter so ein Betroffener wird, desto größer und belastender werden die Probleme für die Betroffenen und das Umfeld.

Die Erkrankung betrifft keine spezielle soziale Schicht. Allen gemeinsam ist, das die Kinder sich selbst emotional vernachlässigt bzw überfordert fühlen.

Rund 30% aller Kinder sind auffällig - verantwortungsvolle Eltern lassen die Verhaltensstörungen Ihres Kindes (insbesondere, wenn diese länger als 6 Monate andauern) und deren Behandlungsbedürftigkeit in der nächsten Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychologie abklären, z.B, am Wiener AKH.

3% alle Betroffenen benötigen ein allumfassendes, jahrelanges (lebenslängliches) Therapieangebot aus Ergotherapien, Aufenthalte in Snoozelenzimmer, Kissenschlachten, Baden, Delpin- und Spieltherapien. Bei einigen wenigen Betroffenen ist die ergänzende Einnahme von Medikamenten sinnvoll.

Datenschutzerklärung
Gratis Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!